8:10 Uhr Ankunft an der Auenhütte und Ifenbahn. Noch scheint es ruhig am Berg zu sein, die Stille ist herrlich, doch schnell treffen wir auf die ersten Weggefährten. Um 8:55 Uhr erreichen wir die Bergstation der Ifenbahn von "Das Höchste" (Bergbahnen Kleinwalsertal und Oberstdorf) auf 1580 m. Für uns sicherlich noch nicht das Höchste, sind wir doch gerade eben erst warm gelaufen. Weiter geht's Richtung Gipfel, auf den wir eine erste tolle Aussicht bekommen können.
Gespannt sind wir auf die Aussicht vom Gipfel, denn schon der Weg durch das Schottertal unterhalb der Ifenwand ist sehr schön. Die Natur scheint sich nochmal ins Zeug zu legen, bevor der Winter Einzug hält. Immer wieder bleiben wir stehen und betrachten die Bergwelt mit ihren Bergblumen.Um 10:00 Uhr überqueren wir die Ifenmulde ( ca. 1900 m) und gehen zum schwierigsten Teil unserer Bergtour über: der Steig von der Ifenmulde bis zum Gipfelplateau. Zuerst den mäandernden Weg über die Gerölllawinen bis zur fast 100 m hohen Ifenwand, die diesen Berggipfel und sein Bergpanorama so unverwechselbar macht. Der Weg geht steil empor über glatte Felsen und zwischen massiven Felstürmen hindurch.
Unsere Mühe einen Jauseplatz abseits des Massentourismus zu finden wird schnell belohnt. Die Devise lautet: zuerst hören dann sehen.... Wir fragen uns, von wo die Grunzviep-Laute kommen, bis wir eine Art von Tauben mit dicken fedrigen Füßen erspähen. (Zu Hause gegoogelt, stellt sich heraus, dass es sich um Schneehühner handelt, die doch recht scheu und selten zu beobachten sind). Dazu leisten uns sehr gesprächige Bergdohlen Gesellschaft.
Wie macht ein Schneehuhn?
Das Hahnenköpfle (2080 m) erreichen wir ca. gegen 13.25 Uhr. Ohne große Pause machen wir uns auf einen kleinen Abstecher zum grotesken Gottesackerplateau. In der komplett aus Felsen bestehenden Hochfläche verliert man schnell den Weg, wenn man sich auf etwas anderes als die kleinen, gemalten Wegmarkierungen konzentriert.
Auf dem Rückweg können wir nochmal die warme Herbstsonne auskosten und erreichen schließlich gegen 14.30 Uhr die Bergstation der Ifenbahn. Hier entscheidet Kerstin, dass wir "den Rest doch auch noch laufen". Gesagt, getan. So sind wir um kurz nach 15 Uhr im Tal an der Auenhütte.
Das Resumée des Tages: ca. 7 h Tourzeit, 1200 hm, fast 14 km Wegdistanz. An dieser Stelle nochmal danke an Kerstin, die mitgekommen ist und sich wirklich tapfer geschlagen hat (die Tourdaten können sich sehen lassen!).
Wie immer gibt's mehr Bilder hier: PICASA-Webalbum



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