Am Samschtag hama no nach Augschburg delefoniert und dann glei was ausgmacht zum kraxln, dass der Bua aus da Schtadt au amol des Schwobemeer seht. So könnte man es sagen...Etwas ausschweifender und auf hochdeutsch, damit uns auch unsere Kollegen aus dem restlichen Deutschland, Schweiz und Österreich verstehen:
Einst waren die Fugger aus Augsburg schwäbische Kaufmannsleute, die 1367 rund um Hans Fugger in die Freie Reichsstadt Augsburg einwanderten. Die Kaufmänner hatten schon in dieser Zeit Kontakt zu Handelspartner jenseits der Stadtmauern. Die Herrscahft der Fugger reichte sogar bis zum Bodensee, die 1592 für 63.000 Gulden das hochverschuldete Wasserburg kauften. Neben dieser Gemeinde erwarben die Fugger auch Bodolz, beides Gemeinden im heutigen Landkreis Lindau. Unsere heutigen Kontakte in die Fuggerstadt sind weitaus positiver als es wohl die damalige Handelsherrschaft war. Auch der Dialekt ist kaum von dem aus Lindau zu unterscheiden, wobei Augsburg mit der Lage am Lech schon etwas Besonderes ist. Der Lech zeigt hier einer der ausgeprägtesten Grenzen im Deutschen Sprachraum, gelegen zwischen Bayern im Osten und Schwaben im Westen. Über mehrere Jahrhunderte hinweg wurde nicht über diese Grenze hinweg gehandelt, geheiratet oder gar Freundschaften geknüpft.
Der moderne Fugger und aufgeschlossene Lindauer hingegen wissen sich heute sehr viel besser zu verstehen und man verabredet sich sogar ab und an zum Klettern oder Wandern, was vor 200 bis 300 Jahren als Tabu galt. Vielleicht treibt aber auch der Trend der Outdoorsportarten die Bewohner näher zusammen. Aufgrund der Lage Lindaus eignet sich durchaus ein Ausflug aus Augsburg an den Bodensee. Neben dem See stehen die schweizer und österreichischen Berge vor der Haustür und auch die Biergärten stehen denen in der Fuggerstadt nicht nach. Mit 7 Brauereien stehen die schlauen Fugger den 4 aus dem Landkreis Lindau zwar zahlenmäßig weiter oben, allerdings kommt's ja immer noch auf den Geschmack an!
Der moderne Fugger und aufgeschlossene Lindauer hingegen wissen sich heute sehr viel besser zu verstehen und man verabredet sich sogar ab und an zum Klettern oder Wandern, was vor 200 bis 300 Jahren als Tabu galt. Vielleicht treibt aber auch der Trend der Outdoorsportarten die Bewohner näher zusammen. Aufgrund der Lage Lindaus eignet sich durchaus ein Ausflug aus Augsburg an den Bodensee. Neben dem See stehen die schweizer und österreichischen Berge vor der Haustür und auch die Biergärten stehen denen in der Fuggerstadt nicht nach. Mit 7 Brauereien stehen die schlauen Fugger den 4 aus dem Landkreis Lindau zwar zahlenmäßig weiter oben, allerdings kommt's ja immer noch auf den Geschmack an!
| Im Asterix, Känzele (c) M. Schirmer |
Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bietet der Pfänder, Bregenz's Hausberg, den auch die Lindauer seit geraumer Zeit für ihre Freizeitaktivitäten nutzen. Die Schirmer Bros haben den 1064 Meter hohen Berg schon früh zum Mountainbiken und Schlittenfahren für sich entdeckt und auch das Klettern am Kanzelfelsen (ugs. Känzele) ist ein Begriff für sie. Die markante Felswand aus Sandstein und Konglomeratgestein dürfte auch dem ein oder anderem Autofahrer bekannt sein, der von Österreich kommend in den Pfändertunnel fährt. Von dort aus ist die nach Süden ausgerichtete Wand schon von Weiten zu erkennen, nur die vielen versteckten Kletterspots sind von hier nicht auszumachen. Da muss man schon zum Gebhardsschloss fahren, sein Auto dort parken und den Unteren Känzelweg entlang wandern. Bereits hier gibt es einige Bouldermöglichkeiten, die aber an diesem Sonnigen Sonntag hinten angestellt werden sollen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die Skizzen des Kletterführers zu verstehen, finden wir dann doch schnell Asterix und Obelix, der später als fette Herausforderung auf uns warten wird. Um unsere Gruppendynamik einzupendeln (wir klettern schließlich mit Seil), kraxeln wir erstmal viels kurz die "Viels kurz" (3+) hinauf. Nach drei Bohrhaken sind wir oben und die nächste Herausforderung wartet: Asterix. Ohne Zaubertrank kann der aber bekanntlich nicht viel (daher 5-) und wir schaffen gemeinsam den Vorstieg mit dem Bayrisch-Schwäbischen Kletterdrio. Obelix, eine 6-, ist da schon ein dickerer Brocken. Nach vergebenen Versuchen die Schlüsselstelle zu meistern, muss mal wieder ein Fugger eingreifen, damit nicht das Geld für die Exen (eine Art Kletterkarabiner) verloren geht. Ähnlich wie 1592 schafft es unser Fuggerfreund die drohende Verschuldung abzuwenden und meistert die Herausforderung. Als Dankeschön zeigen wir ihm noch den Bodensee, der gefühlt der Temperatur des Lechs in Augsburg in diesem Sommer nicht nachsteht.
Als krönenden Abschluss besuchen wir noch den Biergarten, damit der hohe Besuch aus der Fuggerstadt wohl gestärkt mit seinem neumodischen roten Gefährt wieder von dannen fahren kann. Dieser Tag, festgehalten in einem Video (Copyright Chris R.), muss wiederholt werden!
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