Am 11. Mai 2013 war es endlich so weit: die erhofften Wasserstände von Ostern und das schöne Wetter lockten die Lindauer Paddler ins Tessin. Eine Primäre für die Schirmer Bros! Am privaten Übernachtungsplatz starteten wir mit schlechtem Aufrührcappucino aber dafür reichlich Sonnenschein und tollen Urlaubsgefühlen in den Tag. Ganz oben auf der To-Do-Liste stand die Moesa, ein Klassiker, der während eines Tessinaufenthaltes gepaddelt werden muss. Man beachte, dass die Moesa gar nicht im Tessin, sondern im schönen Graubünden liegt! Ebenfalls als taugliches Paddelziel entpuppte sich die Calancasca, ein Nebenfluss der Moesa.
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| Schirmer Bros auf der Calancasca |
Mit schönen Fotos, einigen Paddelkilometern auf dem Tacho und großem Hunger ging es ab ins Maggia-Tal, auf den Campingplatz Bella Riva. Wie der Name vermuten lässt, liegt dieser von Kletterern und Wanderern eingenomme Campingplatz schön am Fluss. Bei reichlich Kässpatzen mischte sich das italienische Flair mit schwäbisch-bayerischer Esskultur. Obwohl alle Teller leer gegessen waren, regnete es die ganze Nacht hindurch. Doch wie sagt der Paddler: "Rain is liquid sunshine". Dieser Weisheit folgend, machten wir uns am nächsten Morgen auf Richtung Cannobino-Tal. Mit dem Segen der Zöllner standen wir 30 Minuten später vor einem schönen, unbekannten und doch wohl gut eingeschenktem Bach. Schnell holte uns die dolce vita ein und wir besinnten uns bei einem original italienischem Cappucino, die Fahrt auf dem Cannobino zu verschieben. Als Ersatz dazu erkundeten wir die obere Maggia, die sich kurze Zeit später als gute Alternative zum Paddeln herausstellte. Dem italienischem Lebensstil nach nur einem Tag komplett angepasst, sättigten uns Spaghetti à la Carbonara und bei einem Gläschen Wein ließen wir den Tag revue passieren.
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| Cannobino |
Am nächsten Tag weckte uns die Sonne und wir hatten das Gefühl, heute
könnte der Cannobino laufen! Diese Vermutung wurde bestätigt und so
entstanden tolle Foto- und Videoaufnahmen. Voller Euphorie machten wir
uns weiter Richtung Süden zum San Bernardino auf. Dieser eher unbekannte
Bach war auch für uns eine Erstbefahrung. Die letzten Infos, die uns
erreichten: "Super Bach! Alles fahrbar und keine Zwangspassagen. In der
Klamm wird's dann ein bisserl' leichter. Wir blocken jetzt noch schnell ein zweites mal runter, die andren drängen schon zum Eisessen!". Das hört sich doch gut an!? Etwas spät aber mit gutem Willen standen wir am Einstieg und paddelten los. Allerdings nagten die ersten schweren Stellen stark an unserer Motivation und wir waren nicht mehr ganz sicher, ob die vorhergehende Beschreibung wohl eher nach dem schnellen Wunsch nach Eis entstanden ist. Doch die einzigartige Landschaft und sehr schönen Klammabschnitte zum Ende der Strecke beflügelten uns und wir schafften die Strecke in einer doch passablen Zeit. Vielleicht war es auch der Hunger, der uns am Ausstieg die unzähligen Stufen hinauftrieb. Da uns noch der Weg von Verbania bis ins Maggia-Tal bevor stand, konnten wir bei guter Musik und schönem Ausblick auf den Lago Maggiore vom Paddeln entspannen. Zur Belohnung gab es Würstchengulasch mit Reis, was unsere leeren Mägen schnell füllte. Mit der untergehenden Sonne verabschniedeten auch wir uns von diesem spannenden Paddeltag.
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| Mittlere Verzasca |
Letzter Tag - letzte Chance einen Klassiker im Tessin zu Paddeln: die
Mittlere Verzasca. Bei einem ebenso mittlerem Wasserstand kamen
alle auf ihre Kosten. Einen besseren Abschluss hätten wir uns nicht vorstellen können. Mit sechs neuen Bächen auf dem Konto und vielen neuen Erfahrungen stand uns nun eine sehr spannende und lange Heimreise bevor. Doch das ist eine andere Geschichte...
Ein besonderes Dankeschön an Chrissi und Felix für die vielen Foto- bzw. Videoaufnahmen und an Andi, der sich viel von den "Tessin-Neulingen" anhören musste. Außerdem Danke an die italienische und schweizer Staatsgewalt, die uns sowohl Paddeln ließen als auch einen Umfahrung des Staus ermöglichten.
Der Trailer zum Film auf Vimeo!
Picasa Webalbum
Gesamtes Video auf Vimeo
Weitere Fotos werden zeitnah folgen!
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